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W E L T W E I T

Was hat sich bisher verändert?
Der 4. Sachstandsbericht (AR4) des Weltklimarates (IPCC, 2007) über Klimaänderungen belegt, dass sich das Klima der Erde in den letzten 100 Jahren durchschnittlich um 0,74°C erwärmt hat. Im Zeitraum zwischen 1995 und 2006 liegen elf der zwölf wärmsten Jahre seit Beginn der Temperaturaufzeichnung. Weitere deutliche Auswirkungen des Klimawandels sind die drastische Abnahme der Gebirgsgletscher und der Schneebedeckung sowohl auf der Nord- als auch auf der Südhalbkugel und der globale Meeresspiegelanstieg von insgesamt 17 cm (bezogen auf das 20. Jahrhundert). Weiterhin hat die Zahl von Extremwetterereignissen wie zum Beispiel Dürren oder Starkniederschläge deutlich zugenommen. Ebenso erhöhte sich das Ausmaß tropischer Stürme (IPCC, 2007; Bundesregierung, 2008).

Für die weltweite Klimaerwärmung ist vor allem der Mensch selbst verantwortlich. Landnutzungsänderungen, Verbrennung fossiler Brennstoffe sowie Land- und Viehwirtschaft sorgten weltweit für einen erhöhten Ausstoß treibhauswirksamer Gase. Die Zunahme betrug zwischen 1970 und 2004 70 %. Durch Bohrungen in Eiskernen konnte nachgewiesen werden, dass die weltweiten atmosphärischen Konzentrationen von Kohlenstoffdioxid (CO2), Methan (CH4) und Stickstoffdioxid (N2O) seit 1750 als Folge menschlicher Tätigkeit drastisch angestiegen sind. Die heutigen vorgefundenen Werte liegen weitaus höher als jene aus vorindustriellen Zeiten (IPCC, 2007).


Was ist zu erwarten?
Für die zukünftige Klimaentwicklung existieren unterschiedliche Klimamodellberechnungen, je nachdem, welche Emissionsszenarien zu Grunde gelegt werden. Eines ist allen Modellen gemeinsam: Die globale Temperatur wird sich erhöhen. Dabei liegt der Anstieg je nach verwendetem Modell zwischen 1,8-4,0°C. Die höchste Erwärmung wird dabei über dem Festland und den Polarregionen erwartet. Das hätte zur Folge, dass das arktische Meereis noch weiter zurückgeht sowie der Meeresspiegelanstieg bis zum Ende des 21. Jahrhunderts 18-59 cm betragen könnte.
Weiterhin könnten sich die Stärke und die Verteilung der Niederschläge im Zusammenhang mit dem Klimawandel verändern. Dabei ist folgende Tendenz abzuleiten: In den höheren Breiten werden die Niederschläge wahrscheinlich zunehmen, während sie in den Subtropen tendenziell abnehmen werden.
Außerdem muss mit vermehrten Extremwetterereignissen wie Hitzewellen und lokal Starkniederschlagereignisse gerechnet werden (IPCC, 2007; Bundesregierung, 2008).