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D E U T S C H L A N D

Was hat sich bisher verändert?
In den Jahren zwischen 1901 und 2006 stieg die mittlere Lufttemperatur in Deutschland um 0,9°C. Dieser Anstieg war in Südwestdeutschland besonders ausgeprägt (Bundesregierung, 2008).
Das Mittel des Jahresniederschlages in Deutschland ist gegenüber dem Anfang des 20. Jahrhunderts um 9 % angestiegen. Dabei hat die Menge des Niederschlages vor allem im Frühjahr stark zugenommen. Im Sommer hat sich eher die Verteilung als die Menge der Niederschläge verändert. Während im Juni höhere Niederschlagsmengen zu verzeichnen sind, fallen in den Monaten Juli/August geringere Mengen (Bundesregierung, 2008).
Für die Wintermonate zeichnete sich ab, dass sich die Niederschlagsmenge um 20 % erhöhte. Allerdings sind die Schwankungen zwischen den Jahren so stark, dass man noch nicht von gesicherten Werten ausgehen kann aus (Bundesregierung, 2008).
Bei den beobachteten Niederschlagtrends gibt es große regionale Unterschiede: Die Zunahme der Niederschläge ist vor allem auf den westdeutschen Raum begrenzt. In den östlichen Bundesländern gleichen sich die Zunahmen im Winterhalbjahr weitgehend mit den Abnahmen im Sommer aus (Bundesregierung, 2008).

Was ist zu erwarten?
Auch für Deutschland gilt, was sich schon weltweit abzeichnete. Laut der Auswertung regionaler Klimamodelle (WETTREG, CLM, REMO und STAR) wird die mittlere Jahrestemperatur weiterhin ansteigen. Der kalkulierte Anstieg liegt je nach zugrunde liegendem Emmissionsszenario für den Zeitraum 2021-2050 bei 0,5-1,5°C und für 2071-2100 bei 1,5-3,5°C im Vergleich zu der momentan gültigen Klimanormalperiode 1961-1990. Dabei wird die Erwärmung vor allem im Winter ausgeprägt sein. Die mutmaßlichen Niederschlagsmengen werden sich kaum verändern, jedoch deutet sich an, dass im Sommer die Niederschlagsmenge um bis zu 40 % abnimmt, während die Menge im Winter um bis zu 40 % ansteigen kann (Bundesregierung, 2008).
Extremereignisse könnten zukünftig vermehrt auftreten und in ihrem Ausmaß noch stärker werden (Bundesregierung, 2008).